Diesen Pflanzen solltest du kennen!
Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen verschönern unser Zuhause – doch viele Pflanzen sind für
unsere Hunde und Katzen gefährlich. Gerade Jungtiere und Wohnungskatzen sind oft neugierig und
knabbern an den Blättern, Stielen und Blüten.
Damit du dein Zuhause tierfreundlich und dennoch grün gestalten kannst, findest du hier eine Übersicht über die
häufigsten giftigen Pflanzen für Hunde und Katzen, typische Symptome und was du im Notfall tun kannst.
Warum knabbern überhaupt Hund und Katze an Pflanzen?
Haustierbesitzer wundern sich oft, warum ihr Hund oder ihre Katze an Pflanzen knabbert. Tatsächlich ist es ganz normal, und nicht immer gleich ein Grund für Besorgnis.
Tiere knabbern aus:
• Langeweile
• Neugier
• Spieltrieb
• Verdauungsprobleme
• Instinktives Verhalten (z. B. Gras bei Katzen)
Problematisch wird es erst, wenn es sich um eine giftige Zimmerpflanze oder Gartenpflanze handelt.
Giftige Zimmerpflanzen für Hunde und Katzen
Viele der beliebten Pflanzen sind leider gefährlich. Besonders gefährlich sind Pflanzen, die die Schleimhäute reizen. Außerdem können manche Pflanzen Organe wie Leber und Nieren schädigen.
Welche Zimmerpflanzen sind für Hunde und Katzen giftig? Hier kommen die häufigsten.
1. Lilien (extrem giftig!)
➡ Klare Regel, wenn du eine Katze hast: keine Lilien im Haushalt. Es gibt eine Ausnahme, die als ungefährlich gilt, das ist die Grünlilie.
Lilien gehören zu den gefährlichsten Pflanzen für Katzen. Schon kleine Mengen (Pollen, Wasser aus der Vase) reichen aus und können schwere Schäden verursachen.
Bei Katzen können Lilien bereits nach kurzer Zeit akutes Nierenversagen auslösen.
Gefährlich sind z. B.:
• Osterlilie
• Tigerlilie
• Asiatische Lilien
Deshalb kann es zu folgenden Symptomen kommen:
• Erbrechen
• Appetitverlust
• Dehydrierung
• Teilnahmslosigkeit
• Nierenversagen (innerhalb von 24–72 Stunden)
• Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.
2. Dieffenbachie
Das ist eine sehr verbreitete Zimmerpflanze, die reizende Pflanzensäfte enthält.
Typischerweise zeigen betroffene Tiere folgende Symptome:
• starker Speichelfluss
• geschwollene Zunge
• Schluckbeschwerden
• Erbrechen
3. Monstera (Fensterblatt)
Die Monstera ist in vielen Haushalten ein Deko-Star, aber giftig für Hunde und Katzen. Deshalb solltest du sie außer Reichweite platzieren oder am besten ganz entfernen.
Typische Symptome können sein:
• Speichelfluss
• Erbrechen
• Reizungen im Maul
• Schluckbeschwerden
4. Weihnachtsstern
Gerade in der Winterzeit ist er ein Klassiker – aber leider auch gefährlich. Vor allem Welpen und junge Katzen knabbern gerne an den Blättern.
Folgende Symptome können auftreten:
• Durchfall
• Erbrechen
• Reizungen im Maulbereich
5. Einblatt (Spathiphyllum)
Das Einblatt zählt zu den häufigsten giftigen Zimmerpflanzen für Katzen und Hunde.
Diese Symptome können auftreten:
• Speichelfluss
• Durchfall
• Erbrechen
• Appetitlosigkeit
6. Drachenbaum (Dracaena)
Die Pflanze ist zwar oft pflegeleicht – aber nicht hunde- und katzenfreundlich.
Typische Symptome können sein:
• Erbrechen
• Durchfall
• Schwäche
• Zittern
7. Gummibaum
Der Pflanzensaft des Gummibaums kann zu starken Magen-Darm-Problemen führen.
Diese Symptome treten oft auf:
• Erbrechen
• Durchfall
• Bauchschmerzen
8. Aloe Vera
Für Menschen gilt Aloe als Heilpflanze – für Tiere kann sie jedoch giftig sein.
Symptome:
• Durchfall
• Erbrechen
• Zittern
• Müdigkeit
Giftige Gartenpflanzen für Hunde und Katzen
Nicht nur Zimmerpflanzen sind ein Risiko. Auch im Garten sind viele Pflanzen für die Haustiere gefährlich – besonders, wenn Tiere frei im Garten spielen.
1. Oleander (hochgiftig)
Oleander zählt zu den gefährlichsten Pflanzen überhaupt und ist extrem giftig für Hunde.
Symptome:
• Erbrechen
• Durchfall
• Herzrhythmusstörungen
• Kreislaufprobleme
➡ Schon geringe Mengen können gefährlich werden.
2. Eibe (lebensgefährlich)
Eibenhecken sehen hübsch aus und kommen häufig in unseren Gärten vor, sind aber hochtoxisch.
Symptome:
• Krämpfe
• Atemnot
• Herzstillstand
3. Rhododendron und Azalee
Beide Pflanzen sind sehr verbreitet in deutschen Gärten – aber auch diese sind giftig.
Symptome:
• Speichelfluss
• Durchfall
• Schwäche
• Herzprobleme
4. Tulpen und Narzissen
Im Frühjahr gehören diese Blumen im Garten dazu, aber hier sind vor allem die Zwiebeln gefährlich.
Folgende Symptome können hier auftreten:
• Erbrechen
• Zittern
• Durchfall
• Bauchkrämpfe
5. Goldregen und Blauregen
Besonders gefährlich sind für Hunde der Goldregen sowie der Blauregen, weil sie stark giftige Samen enthalten können.
Symptome können sein:
• Unruhe
• Krämpfe
• Atemprobleme
• Erbrechen
Typische Symptome einer Pflanzenvergiftung bei Hund und Katze
Je nach Pflanzenart können die Beschwerden unterschiedlich stark ausfallen. Nicht jede Vergiftung sieht gleich aus, aber es gibt Warnsignale, die du ernst nehmen solltest.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
• Erbrechen
• Durchfall
• starker Speichelfluss
• Zittern oder Krämpfe
• Atemprobleme
• apathisches Verhalten
• taumelnder Gang
• geschwollene Schleimhäute (Maul/Zunge)
• auffällige Pupillen
• Plötzliche Schwäche
➡ Wenn mehrere Symptome auftreten: sofort handeln.
Was tun, wenn Hund oder Katze eine giftige Pflanze gefressen hat?
Wenn dein Haustier an einer Pflanze geknabbert hat, zählt hauptsächlich eins: schnell reagieren.
Erste Hilfe bei Pflanzenvergiftung
1. Pflanzenteile entfernen!
Wenn möglich, vorsichtig Reste aus dem Maul nehmen.
2. Pflanze identifizieren!
Foto machen oder ein Blattstück sichern und mit zum Tierarzt nehmen
3. Tierarzt oder Tierklinik kontaktieren!
Erkläre am Telefon:
• welche Pflanze
• wie viel aufgenommen wurde
• wann es passiert ist
• welche Symptome auftreten
❌ Kein Erbrechen auslösen
Wichtig ist außerdem: Versuche, das Tier nicht alleine zubehandeln. Das kann die Situation verschlimmern.
Weitere Informationen zum Thema Notfall für Katzen findest du hier.
Ungiftige Pflanzen für Hunde und Katzen (tierfreundliche Alternativen)
Wenn du Pflanzen liebst und gleichzeitig auf Sicherheit achten willst, sind diese Optionen meist
eine gute Wahl.
Falls du noch Informationen suchst zum Thema Haustier vor Flöhen schützen: Hilfe gegen die Herbstplage kannst du hier weiterlesen.
Haustierfreundliche Zimmerpflanzen sind:
• Grünlilie
• Bambuspalme
• Areca-Palme
• Calathea
• Katzengras
Aber auch hier gilt: Selbst ungiftige Pflanzen können bei großen Mengen zu Bauchschmerzen führen.

Fazit: Pflanzen und Haustiere – mit Wissen kein Problem
Pflanzen und Haustiere können wunderbar zusammenpassen – mit dem Wissen kannst du dein Zuhause problemlos tierfreundlich gestalten.
Wenn du Hunde oder Katzen hast, lohnt es sich, das Zuhause einmal kritisch zu prüfen. Im Zweifel gilt immer: Lieber einmal mehr nachschlagen oder den Tierarzt fragen.
Die beste Vorsorge ist immer: Gefahren vermeiden, und daher gilt: Lieber eine Pflanze ersetzen, bevor etwas passiert.
🐾 Tipp: Wenn du dir bei einer Pflanze unsicher bist, recherchiere den Namen oder frag in der Tierarztpraxis nach – oder speichere dir diese Liste oder drucke sie dir als Checkliste aus.
FAQ-Bereich: Häufige Fragen zu giftigen Pflanzen für Hunde und Katzen
Welche Zimmerpflanzen sind am gefährlichsten für Katzen?
Besonders wichtig ist es, giftige Pflanzen für Katzen wie Lilien zu vermeiden, da diese am gefährlichsten sind und akutes Nierenversagen auslösen können.
Welche Pflanzen sind für Hunde besonders giftig?
Oleander und Eibe zählen zu den giftigsten Pflanzen für Hunde, da sie Herzstillstand oder schwere Vergiftungen verursachen können.
Was sind erste Symptome, wenn ein Tier eine giftige Pflanze gefressen hat?
Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss, Zittern oder Müdigkeit sind typische erste Anzeichen.
„Und falls du wissen willst, warum Haustiere so wertvoll für unser Leben sind, haben wir hier einen Beitrag über: Die Vorteile von Haustieren für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.“

