Hat sich dein Hund schon einmal eigenständig auf Entdeckungsreise begeben? Oder ist die Freigänger-Katze mal wieder länger weggeblieben als üblich?
Dass der geliebte Hund oder die geliebte Katze wirklich einmal weg sein könnte und nicht mehr nach Hause zurückkommt, ist ein Alptraum, den man sich nicht vorstellen mag. Allerdings passiert das häufig und nicht selten endet es für den Hund oder die Katze im Straßenverkehr tödlich. Sogar hunderttausende melden in Deutschland jedes Jahr ihr Tier als vermisst.
Im Jahr 2025 hat das Haustierregister Tasso 120.000 Vermisstmeldungen von Hunden und Katzen registriert. Während 26.400 Hunde das Abenteuer suchten, waren es ganze 93.500 Katzen, die nicht mehr nach Hause kamen. Glücklicherweise konnten viele der Tiere schnell wieder gefunden und ihrem Besitzer übergeben werden.
Quelle TASSO e.V.
Damit dir dieser Alptraum erspart bleibt, haben wir gemeinsam mit unserem Partner
[ ANZEIGE ] 13 einfache Maßnahmen zusammengestellt mit denen du sinnvoll vorbeugen und den Verlust des eigenen Tieres vermeiden kannst. Sollte der Ernstfall doch einmal eintreten und das Tier läuft weg, dann bist du gut vorbereitet und hast eine große Chance durch bewusstes Handeln dein geliebtes Tier schnell wiederzubekommen und sein Leben damit zu retten.
Warum Hunde weglaufen
- Jagdtrieb
- Angst und Panik
- schlechte Sicherung
- Urlaub und fremde Umgebung
- Tierschutzhunde/ fehlende Eingewöhnung
- läufige Hündinnen oder attraktive Gerüche
Warum Katzen von Zuhause weg bleiben
- Erweiterung des Reviers
- Versehentliches Einsperren
- Verletzungen
- Umzug
- Angstreaktionen
- Paarungszeit
Mit den folgenden 13 Tipps vorsorgen damit dein Haustier dir nicht verloren geht
Kennzeichnen & Registrieren
1. Implantierter Mikrochip & Haustierregister
Jeder Hund und jede Katze sollte vom Tierarzt einen Mikrochip (RFID Mikrochip) implantiert bekommen. Über diesen können unter anderem Daten zum Tier und zum Halter abgefragt werden. Wichtig ist, das Tier dann in einem Haustierregister wie z. B. Findefix oder Tasso registrieren zu lassen. Der Service ist bei Findefix und Tasso kostenfrei. Über dieses Verzeichnis ist es möglich, ein entlaufenes Tier sicher zu identifizieren, um es seinem Halter schnell wieder übergeben zu können.
Solltest du mit deinem Hund ins Ausland in den Urlaub fahren, dann ist der Chip Pflicht. In Deutschland besteht keine Mikrochip-Pflicht, allerdings werden alle Tiere aus dem Tierschutz ihren neuen Besitzern immer gechipt übergeben. Der neue Halter muss seinen Hund oder seine Katze dann noch selber auf den eigenen Namen registrieren lassen.
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2. Regelmäßige Kontrolle der Registrierung
Die Kontrolle der Daten wird erstaunlich oft vergessen. Es kommt vor, dass der vermisste Hund oder die vermisste Katze zwar gechippt ist und auch Daten registriert sind. Wenn aber z.B. die Telefonnummer falsch ist oder aufgrund eines Umzuges die Adressdaten nicht mehr stimmen, kann das gefundene Tier seinem Halter nicht wieder zugeführt werden.
Typischer Fall:
- Hund gechippt
- bei FINDEFIX registriert
- Telefonnummer gewechselt
Ergebnis: Das Tier wird gefunden, der Halter aber nicht.
Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer sollte regelmäßig den Chip seines Tieres und die dazugehörigen Daten kontrollieren.
Regelmäßig einmal im Jahr führt der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) gemeinsam mit FINDEFIX die Aktion „Check meinen Chip“ durch. Die mit der Mikrochip-Nummer verknüpften Daten des Haustieres werden vor Ort kostenlos geprüft, damit ein entlaufenes Tier im Fall der Fälle schnell zurück nach Hause vermittelt werden kann.
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3. Kontaktdaten am Halsband
Eine sehr einfache Möglichkeit, deinem Tier und dir mehr Sicherheit zu geben, ist, Kontaktdaten am Halsband zu tragen. Im Fall der Fälle kann ein möglicher Finder deines Hundes oder deiner Katze direkt deine Handynummer am Halsband finden und dich schnell kontaktieren. Ob als geprägter Anhänger oder im Herz-Täschchen, es gibt sehr schöne Anhänger, die es möglich machen, dass dein Tier deine Kontaktdaten immer bei sich trägt.
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4. Aktuelle Fotos des Tieres bereithalten
Tierbesitzer haben zwar oft hunderte Fotos von ihrem Hund oder ihrer Katze, aber keine brauchbaren Suchfotos. Daher solltest du für den Notfall aktuelle Suchfotos vorbereiten, die dein Tier von allen Seiten zeigen und besondere Merkmale hervorheben.
Empfehlung:
- Ganzkörperfoto
- Seitenansicht
- Gesicht
- besondere Merkmale
Im Ernstfall spart das wertvolle Zeit und kann sich vorteilhaft auf die Suche nach deinem Tier auswirken.
5. Wichtige Daten dokumentieren
Im Notfall ist es wichtig, die Chipnummer des eigenen Tieres zu wissen. Notiere dir die Chipnummer und hab sie bei dir, wenn du in den Urlaub fährst. Prüfe auch regelmäßig, ob alle registrierten Daten aktuell sind. Nutze z.B. die Check meinen Chip – Aktionswochen bei FINDEFIX um die Registrierung auf einem aktuellen Stand zu halten.
Empfehlung:
- Chipnummer notieren
- FINDEFIX-/TASSO-Registrierung prüfen
- Tierarztkontakt speichern
- Impfpass digital sichern
Training & Erziehung
6. Rückruftraining optimieren (Hund)
Damit dein Hund immer genau weiß, was er zu tun hat, wenn du ihn rufst, ist es sinnvoll, das Rückruftraining intensiv zu üben. Auch wenn er normalerweise gut auf dich hört, kann es in unbekannter Umgebung oder stressigen Situationen anders sein. Du kannst alleine trainieren oder einen Kurs in einer Hundeschule vor Ort besuchen.
Trainiere deinen Hund so, dass er jederzeit abrufbar ist. Wenn du ihn während des Spaziergangs regelmäßig zu dir rufst und mit einem Leckerli belohnt, kommt er sicherlich mit Freude zu dir zurück.
Eine weitere Methode wäre, den Vierbeiner zu beschäftigen, so dass er sich gar nicht erst ablenken lässt. Ballspiele eignen sich hervorragend dafür. Du kannst auch das Lieblingsspielzeug des Hundes verstecken, sodass die Fellnase auf Spurensuche gehen muss, natürlich mit Belohnung, wenn es gefunden wurde.
7. Training für Begegnungen mit Wildtieren
Ein häufiger Grund, warum Hunde weglaufen, ist der Jagdtrieb. Ein Reh, Hase oder eine Katze kreuzt den Weg und der Hund startet die Verfolgung. Viele Hunde würden kilometerweite Strecken zurücklegen und die Orientierung verlieren, wenn sie nicht zurückgerufen würden oder gesichert wären.
Das kann auch dir passieren, ein Spaziergang im Wald, abgelenkt durch tolle Gespräche mit Freund oder Freundin und schon ist es passiert. Der Hund hat solch eine spannende Fährte aufgenommen, dass er sich weiter und weiter entfernt und auf den Rückruf nicht mehr reagiert.
Wenn der Hund ein Jäger ist, dann reagiert er besonders stark auf:
- Rehe
- Hasen
- Katzen
- Eichhörnchen
Für dich und deinen Hund könnte dann ein Anti-Jagd-Training interessant sein. Verschiedene Hundeschulen bieten das an und helfen dir dabei, mit dem Jagdtrieb deines Hundes besser umgehen zu können.
Technische Hilfsmittel
8. GPS-Tracker am Halsband
Mit einem GPS-Tracker am Halsband hast du die Möglichkeit, den Aufenthaltsort deines Tieres jederzeit zu überwachen. Mit dem Smartphone lässt sich der Standort deines Hundes oder deiner Katze leicht ermitteln. Ist das Tier gerade einmal aus dem eigenen Blickfeld verschwunden, kannst du direkt die Verfolgung aufnehmen.
Stiftung Warentest hat verschiedene Tracker getestet und die meisten sind für die Standortbestimmung deines Haustieres gut geeignet.
Mehr über Tracker für Haustiere erfährst du hier.
Sicherheit zu Hause
9. Zuhause ausbruchsicher gestalten
Bei Katzen und kleinen Hunden ist es hilfreich, darauf zu achten, dass das eigene Zuhause ausbruchsicher gestaltet ist. Ob Garten oder Balkon sorge dafür, dass der Hund oder die Katze sich sicher in einem eingezäunten Bereich bewegen kann.
Beispiele für ein Haustier-sicheres Zuhause:
- Gartentor sichern
- Katzennetze am Balkon
- beschädigte Zäune reparieren
- selbstschließende Tore
Sicherheit unterwegs
10. Doppelte Sicherung im Urlaub mit Checkliste
Im Urlaub seinen Hund zu verlieren ist wohl die schlimmste aller Situationen. Besonders, weil weder man selbst noch der Hund die Umgebung kennt. Hunde orientieren sich stark an bekannten Wegen und Gerüchen. Ist alles fremd für ihn, wird er nur schwer alleine nach Hause finden.
Gerade im Urlaub gehen Tiere häufig verloren. Mache dir also schon vor dem Urlaub Gedanken, wie du unsichere Situationen vermeiden und dein Tier gut sichern kannst. Eine Urlaubs-Checkliste hilft dir bei deinen Urlaubsvorbereitungen.
Im Urlaub besteht ein größeres Risiko, den Hund zu verlieren, aufgrund von:
- Stress
- offene Türen/ unbekannte Umgebung
- unbekannte Gerüche
- läufige Hündin
Empfehlungen:
- Sicherheitsgeschirr
- doppelte Leinenführung
- GPS-Tracker
- Adresse der Unterkunft am Halsband
11. Sicherheitsgeschirr für Hunde
Man denkt, man hat an alles gedacht. Der Hund wartet angeleint wie immer brav vor dem Supermarkt, doch der Karabinerhaken der Leine klemmt plötzlich, hat sich nicht komplett geschlossen. Der Hund kann sich befreien und geht in der Großstadt auf Entdeckungsreise.
Ja, das sind leider Situationen, die immer wieder passieren. Und vielleicht passiert es auch irgendwann einmal dir und deinem Hund. Achte daher auf eine einwandfreie Funktion von Geschirr und Zubehör.
Überprüfe das Zubehör für deinen Hund regelmäßig auf Defekte wie z. B.
- Leine reißt, weil das Material zu dünn ist
- Halsband öffnet sich, weil der Verschluss defekt ist
- Hund schlüpft aus dem Geschirr, weil die Größe nicht optimal angepasst ist
Hunde entwischen aber vor allem aus Angst. Gerade frisch vermittelte Hunde aus dem Tierschutz sind besonders gefährdet. Die neue Umgebung und noch fremde Personen führen zu Unsicherheit. Ein ausbruchsicheres Sicherheitsgeschirr kann unter Umständen sogar das Leben deines Hundes retten.
Ein Sicherheitsgeschirr ist besonders sinnvoll bei:
- Tierschutzhunden
- Junghunden
- Angsthunden
- Silvester
- Urlaub
Besondere Risikosituationen
12. Silvester und Gewitter
Auf besondere Situationen und Geräusche reagieren viele Hunde oft mit Angst und Panik. Dies kann dazu führen, dass sie fluchtartig den Ort der Gefahr verlassen und wegrennen. Besonders gefährlich wird es, wenn durch Straßenverkehr Unfallgefahr für Tier und Mensch droht.
Extrem viele Tiere verschwinden z.B. bei:
- Schüsse bei Jagden im Wald
- Gewitter
- Baustellenlärm
- Verkehrsunfälle
- Silvester/ Feuerwerk
Ein panischer Hund läuft oft einfach nur weg, orientiert sich nicht mehr und findet dann auch nicht mehr zurück.
Silvester:
Silvester ist für Hunde- und Katzenbesitzer jedes Jahr eine Herausforderung, denn die Tiere haben große Angst. Versuche, deinem Tier in dieser besonderen Situation Sicherheit zu geben. Wähle einen ruhigen Ort in der Wohnung aus, schließe die Fenster, lass die Rollläden runter oder fahre zu Silvester einfach in den Urlaub in eine ruhigere Gegend.
13. Gewohnheiten erkennen und Risiken frühzeitig vermeiden
Der Geruch einer läufigen Hündin, leckeres Essen oder ein lautes Geräusch – Tiere verschwinden immer in ähnlichen Situationen.
Wer die individuellen Auslöser seines Tieres kennt, kann viele Situationen schon im Vorfeld entschärfen.
Die Körpersprache des Hundes sowie die Umwelt spielen eine große Rolle. Wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, was das Interesse des Vierbeiners wecken könnte oder mögliche Gefahren früher erkennt, als der Hund selbst, verringert man das Risiko, dass der Hund einfach davonrennt.
Vorsorge-Checkliste zum Ausdrucken
- Umgebung sofort absuchen
- Familie und Freunde informieren
- Tierheim kontaktieren
- Tierärzte informieren
- FINDEFIX oder TASSO benachrichtigen
- Suchplakate erstellen
- Social Media nutzen
- Sichtungen dokumentieren
FAQ – häufige Fragen
# Reicht ein Mikrochip aus, um mein Tier wiederzufinden?
Der Mikrochip ist eine große Hilfe, er alleine reicht aber nicht. Der Mikrochip muss bei einem Haustierregister wie Findefix registriert sein und die Daten dürfen nicht veraltet sein, sie müssen korrekt sein. Dann ist der Chip eine große Hilfe, um einen vermissten Hund oder eine vermisste Katze wiederzufinden.
# FINDEFIX oder TASSO was ist besser?
Beides sind seriöse Haustierregister in Deutschland, und beide können dir helfen, dein Tier wiederzufinden.
FINDEFIX ist das offizielle Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. TASSO e.V. ist ein eigenständiger, sehr bekannter Tierschutzverein. Beide Register sind kostenlos und beide arbeiten eng mit internationalen Datenbanken zusammen, um entlaufene Tiere auch im Ausland identifizieren zu können. Du kannst dein Tier sowohl bei TASSO als auch bei FINDEFIX registrieren, um im Ernstfall doppelt abgesichert zu sein.
Kann ein Mikrochip mein Tier orten?
Nein – der Mikrochip kann das Tier nicht orten. Der Mikrochip kann ein gefundenes Tier und seinen Besitzer identifizieren. Um ein Tier orten zu können, kann man einen GPS-Tracker verwenden.
Welcher GPS-Tracker für Hunde ist der beste?
Es gibt verschiedene GPS-Tracker für Hunde und auch für Katzen. Stiftung Warentest hat verschiedene Tracker getestet. Mehr dazu erfährst du hier


