Der alte Kater war schon vor langer Zeit gestorben. Die Tochter wünscht sich einen Hund. Aber passt der wirklich in unser Leben? Immer wieder durchstöbern wir die Kleinanzeigen. Viele kleine, große, junge und alte Hunde werden zum Kauf angeboten. Sehr lieb, nur etwas schüchtern – mag Kinder, aber kann nicht alleine bleiben. Welcher Hund ist denn nun der richtige für uns? Soll es ein süßer Welpe vom Züchter sein oder doch lieber ein Hund aus dem Tierschutz? Wir haben viele Fragen und es dauert schließlich noch einige Zeit bis die kleine Flocki bei uns einzieht. Wir entscheiden uns für einen Hund aus dem Tierschutz. Eine einsame verlassene Seele soll es sein, die bei uns ein schönes Zuhause finden darf. Zu unserer Überraschung hat das örtliche Tierheim allerdings keinen geeigneten Hund für uns in der Tiervermittlung.
Tierheimhelden – Tiervermittlung mit großer Reichweite
Über die Tiervermittlung von Tierheimhelden finden wir schließlich unsere süße Flocki. Tierheime aus dem gesamten deutschsprachigen Raum inserieren dort ihre Tiere. Aufgrund der großen medialen Reichweite von Tierheimhelden haben die meisten Tiere auch eine gute Chance in ein liebevolles Zuhause vermittelt zu werden. Wir entdecken diesen kleinen weißen Hund mit einer schönen Beschreibung. Besuchen und kennen lernen können wir ihn allerdings nicht, denn Flocki befindet sich in Rumänien. Wir erfahren dass einige Deutsche Tierschutzvereine in Kooperation mit im Ausland ansässigen Vereinen zusammen arbeiten . Besonders in den Ländern wo es viele Straßenhunde gibt, sind Tierschützer sehr aktiv. Die Tiere werden von der Straße eingefangen, kastriert, tierärztlich versorgt und wenn es ihr Charakter zulässt in ein richtiges Zuhause vermittelt. So entgehen die Tiere Hundefängern und dem sicheren Tod in örtlichen Tötungsstationen.
Sollen wir wirklich einen Straßenhund bei uns aufnehmen? Einen der noch nichts gelernt hat, ausser Futter zu erbetteln? In der Beschreibung von Flocki steht: „Sie mag Kinder, mag Katzen und geht gerne Gassi“. Mehr nicht. Das klingt aber eigentlich nach einem Hund für uns. Über den zuständigen Tierschutzverein erfahren wir, dass die kleine Hündin sehr lieb und neugierig sein soll und derzeit privat bei einer Tierärztin mit kleinen Kindern untergebracht ist. Wir sagen also JA zu Flocki und retten einen Straßenhund aus Rumänien.
Tierschutzverein und Vorkontrolle
Endlich, es gibt einen Hund für uns! Die Freude ist riesig. Mir wird detailliert erklärt, wo der Hund herkommt, wie es ihm geht und mir werden einige Fragen gestellt. Wie und wo wir wohnen, welche Erfahrung wir mit Hunden haben, welche Bezugspersonen er haben wird und wie wir ihn neben den beruflichen Verpflichtungen in den Alltag integrieren werden. Wir füllen einen längeren Bewerberbogen aus. Dann kommt eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierschutzvereins und besucht uns für eine Vorkontrolle zuhause. Sie prüft, ob wir, unsere Wohnung und die nachbarschaftliche Umgebung für einen Hund geeignet sind. Nach dem Ok der Vorkontrolle freuen wir uns sehr auf unser neues Familienmitglied und können den Tag des Einzugs kaum erwarten.
Die Erstausstattung für unseren Hund
Wir gehen einkaufen für eine erste Grundausstattung damit der Hund sich bei uns wohlfühlen kann. Zwei Hundekörbchen, Futternapf, gesundes Hundefutter, Spielzeug, Leine, etc. Natürlich brauchen wir auch eine passende Transportbox für das Auto. Dann kommt der Tag, an dem wir Flocki abholen können.
Vom Tierheim ins neue Zuhause – endlich angekommen
Flocki hat eine lange Reise hinter sich. Letztes Bauchgrummeln plagt uns, Aufregung ja, Zweifel nein. Wir haben die Entscheidung bewusst getroffen, wir wollen diesen Hund adoptieren. Mit Geduld und Liebe werden wir Flocki langsam in unseren Alltag integrieren. Wird sie Angst haben vor all den neuen Eindrücken? Vor dem Staubsauger? Vor vorbeifahrenden Autos? Wie bekommen wir sie Stubenrein? Letzte Fragen und dann ist sie da. Wir stellen die geöffnete Transportbox mitten ins Wohnzimmer. Der Hund kommt langsam heraus, schaut sich einmal um, legt sich dann auf den Rücken und möchte gestreichelt werden.

Besser hätte das erste Kennenlernen nicht laufen können. Auf der ersten Gassirunde freut Flocki sich über die vielen Duftmarken anderer Hunde, den Park und die Umgebung. Sie ist ein neugieriger Hund der die grauen Fußwege und Hinterhöfe Berlins scheinbar genauso spannend findet wie die großen Grünflächen auf dem alten Flughafengelände. Fremde Hunde werden freudig begrüßt.
Ein halbes Jahr später – Flocki erobert alle Herzen
Flocki ist angekommen. Sie beansprucht für sich jetzt neben ihren Körbchen auch eine Ecke des Sofas und eine im Bett. Und sie hat Hundefreunde gefunden, mit denen sie jetzt im Dezember durch den Schnee tobt.
Flocki ist gerne überall dabei und fährt Bus und U-Bahn mit uns. Manchmal hat sie auch Flausen im Kopf. Dann buddelt sie im Garten ein tiefes Loch oder verjagt den Postboten mit Gebell. Sie kann schon einige Kommandos und lernt schnell neue. Gerne besucht sie auch die Mädchen im 4. Stock die ab und zu mit uns einen Ausflug in den Park machen. Flocki passt so gut zu uns das hätten wir uns vorher nicht erträumen können.
Wir sind dem Tierschutzverein und der Plattform Tierheimhelden dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, einen für uns passenden Hund zu finden. Wir sind uns bewusst, dass wir auch ein bisschen Glück hatten und dass nicht jeder Hund aus dem Tierschutz so angst- und problemfrei in ein neues Zuhause fährt
Einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren – unser Fazit
Wir würden jederzeit wieder einen Tierschutzhund adoptieren. Ich denke, es ist wichtig, seine eigenen Hunde Erfahrungen bei einer Adoption nicht zu überschätzen. Man sollte die Beschreibung des Hundes genau lesen und nicht nur nach dem Aussehen einen Hund wählen. Aber ich habe das Gefühl die Tierschutzvereine leisten gute Arbeit und schauen schon in der Vorkontrolle und Befragung des Adoptanten, ob die Verbindung funktionieren kann.
Wenn auch ihr ein Tier aus dem Tierheim adoptieren wollt, dann ist die Tierheimtier-Vermittlungsplattform Tierheimhelden www.tierheimhelden.de wirklich eine tolle Option.

