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Venya hilft beim Pauken

Es ist Freitagmorgen, die Kinder der Klasse 5b haben in der ersten Stunde Englisch Unterricht. Als die Stundenklingel ertönt, sind noch einige Kinder unruhig, laufen durch die Klasse, rufen sich etwas zu. Die Tür geht auf und Venya betritt die Klasse. Sofort verstummen die Rufe und alle kehren auf ihren Platz zurück. Schließlich müssen alle Taschen zu sein, denn jeder weiß, dass Pausenbrote nicht das richtige Futter für einen Hund sind. venya1

Der Unterricht beginnt- ganz gegen die Skepsis vieler Kollegen sind die Kinder sehr konzentriert. Sie arbeiten mit, achten auf die Lautstärke und ihren Ton. Ab und zu kommt Venya an den Tischen vorbei, lässt sich streicheln, legt sich entspannt hin und beobachtet den Unterrichtsablauf. „Seit Venya da ist, haben wir viele lachende Gesichter“ erklärt ein Mädchen der Klasse.

Die Schüler freuen sich, wenn Venya da ist. Sie bemerken die entspannte und ruhige Lernatmosphäre und genießen die Pausen mit dem Vierbeiner. „Sie kann schon richtig gut Fußball spielen. Letztens hat sie mit der Nase fast ein Tor für unser Team gemacht“, merkt ein Mitschüler an.

Im Umgang mit Venya lernen die Kinder, wie man einem Hund richtig begegnet und welche Höflichkeitsregeln einzuhalten sind, um ein stressfreies Miteinander schaffen zu können.

In der zweiten Stunde treffe ich mich mit zwei Mädchen, die unter großer Angst vor Hunden leiden. Nach Gesprächen waren sie bereit an dieser Angst zu arbeiten. In dieser Stunde haben die Mädchen die Möglichkeit Fragen zu stellen und zwanglos erste Erfahrungen zu sammeln. Durch Venyas freundliche und vorsichtige Art schöpfen sie langsam Vertrauen.venya2

Nach einer Pause treffen wir uns mit einem Schüler, der sich im Unterricht nur schlecht konzentrieren kann und bis vor kurzem das Lesen und Schreiben verweigert hat. Gemeinsam gehen wir in unseren Teilungsraum, indem er Venya in der Kuschelecke aus seinem neuen Buch vorliest. Das wäre vor einem halben Jahr noch nicht denkbar gewesen. Nun freut er sich schon darauf gemeinsam mit Venya zu erfahren, wie seine Geschichte weiter geht. Im Anschluss an die gemeinsame Stunde schreibt er in seinem Tagebuch auf, wie er die gemeinsame Zeit mit ihr empfand und was sie nach dem Lesen gemeinsam gespielt haben. Er sagt, dieses Schuljahr sei das Beste überhaupt, denn nun habe er Venya an seiner Seite.

Am Nachmittag findet in einer kleinen Gruppe von Drittklässlern die Schulhund AG statt. Darin lernen die Kinder unter anderem den richtigen Umgang mit dem Hund, die Körpersprache des Vierbeiners und die Umsetzung kleiner Lektionen. Am Ende der AG absolvieren sie eine kleine Prüfung, die sie zu „Venya- Profis“ auszeichnet,( die Laufzeit der AG beträgt ein halbes Jahr). Nun geben sie ihr Wissen an Mitschüler weiter und sind mit dafür verantwortlich, dass der Hund sich in der Schule wohlfühlen kann.

Im Bau ist zurzeit eine Bewegungsbaustelle, die in Einzelförderstunden zum Einsatz kommen wird. Ziel ist es den Schülern Erfolgserlebnisse zu verschaffen, indem sie gemeinsam mit Venya klettern und ihr kleine Aufgaben stellen. So soll das Selbstbewusstsein, die Selbstwirksamkeit und die Motorik gefördert werden.

Venya ist inzwischen aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Sie ist eine Partnerin, die Zufriedenheit, Entspannung und vor allen Dingen Fröhlichkeit in die Schule bringt!

 

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