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Leinenruck-Methode: Eine Gefahr für den Hund

91% aller Hunde, die mit Gesundheitsproblemen an der der Halswirbelsäule zu kämpfen haben, wurden während der Erziehung mit der Leinenruck-Methode konfrontiert. Der Leinenruck ist ein Starkzwangmittel, das zur Erziehung und Ausbildung von Hunden benutzt werden kann. Dem Tier sollen dabei unerwünschte Verhaltensmuster abgewöhnt werden. Die Verwendung kann sogar gegen die Grundsätze des Tierschutzes verstoßen. Hunde, die zusätzlich ein Würgehalsband oder ein sehr schmales Halsband tragen, trifft es dabei besonders schlimm.

Gesundheitlichen Folgen und Missinterpretation

Neben der Schädigung der Wirbelsäule oder verschiedener Nerven, können auch Nacken- und Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Atemwegs- und Augenprobleme und Schwindelgefühle auftreten. Anders als es Frauchen und Herrchen erwarten würden, empfindet der Hund den Leinenruck anders. Denn für den Vierbeiner ist es die reinste Folter. Durch den Ruck entsteht ein massiver Druck auf den empfindlichen Kehlkopf und der Halswirbelsäule. Auch psychisch kann der Hund Schäden davontragen. In der Regel versteht der Vierbeiner den Sinn des Leinenrucks nicht oder kann es zumindest nicht mit seinem Verhalten in Verbindung bringen. Dadurch können die entstandenen Schmerzen für den Hund anders interpretiert werden. Beispiel: Wenn andere Hunde anwesend sind, könnte er denken, dass durch die Anwesenheit der anderen Tiere Schmerz entsteht. Dadurch könnte die Fellnasse aggressiv gegenüber Artgenossen werden. Eine ähnliche Missinterpretation oder Fehlprägung könnte gegenüber Kindern entstehen.

Anstatt also den Hund durch die Leinenruck-Methode positiv zu erziehen, könnte es sich sogar negativ auf die Entwicklung des Charakters des Hundes auswirken.

Verständnisfrage Leinenruck

Damit der Hund den Leinenruck versteht, muss er zunächst einmal wissen, was er überhaupt falsch gemacht hat. Da sich allerdings das Leinenrucken bei vielen Haltern verselbstständigt und man nun bei jeder Gelegenheit an der Leine ruckt, bedeutet dies Dauerstress für den Hund. Er müsste bei jedem Ruck seinen Fehler erkennen und verbessern, doch können diese Fehler aus Sicht des Hundes auch ganz normale Situationen sein, wie zum Beispiel die Begrüßung einer Person, wenn er bellt oder wenn er ‚Sitz‘ macht. Dadurch wird der Hund übervorsichtig, wird gehemmt und ist verängstigt, um keine plötzlichen Schmerzen des Leinenrucks mehr ertragen zu müssen.

Einige Halter kommen das erste Mal mit der Leinenruck-Methode in der Hundeschule in Verbindung. Allerdings ist dies eine veraltete und für das Tier quälende Methode. Auch heute noch gibt es Trainer, die diese schmerzhafte Erziehungsmethode als verharmlosende ‚Korrektur‘ und ‚Leinenimpuls‘ bezeichnen.

Alternative Methoden

Eine bessere und moderne Alternative zur Leinenruck-Methode ist ein gezieltes Training mit dem Hund, das auf Liebe, Zeit, Zuwendung, Ansprache und Belohnung statt Bestrafung basiert. Zudem sollte man immer (zusätzlich) mit einem Brustgeschirr arbeiten, dass den Vierbeiner vor Verletzungen durch einen Ruck an der Leine schützt.

Vor Beginn des Trainings ist es generell hilfreich, sich über gute Trainingsmethoden zu informieren.

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