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Alter Hund liegt auf der Couch

Was passiert, wenn das geliebte Tier verstirbt?

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Der Verlust eines geliebten Haustieres kann eine der schwierigsten Erfahrungen im Leben eines Tierbesitzers sein. Unsere pelzigen Freunde werden oft zu unverzichtbaren Familienmitgliedern, die uns bedingungslose Liebe, Freude und Trost schenken. Doch leider ist ihre Lebensspanne begrenzt, und irgendwann steht jedem Tierbesitzer die schwere Frage bevor: Was passiert, wenn das geliebte Tier verstirbt?

Anzeichen für den bevorstehenden Tod

Wenn sich das Leben eines geliebten Haustiers dem Ende zuneigt, gibt es oft Anzeichen, die auf Krankheit oder Altersschwäche hindeuten. Die Beobachtung dieser Zeichen kann für Tierhalter eine belastende, aber wichtige Erfahrung sein, um ihrem treuen Gefährten in den verbleibenden Tagen beistehen zu können.

Ältere Tiere zeigen häufig Verhaltensänderungen, die auf den bevorstehenden Tod hindeuten. Im Vergleich zu ihren jüngeren Jahren schlafen sie mehr und sind weniger aktiv. Treppensteigen, Springen oder längere Strecken laufen wird zur Herausforderung. Die einst so agilen Vierbeiner werden allmählich von den Einschränkungen des Alters eingeholt.

Neben den körperlichen Veränderungen bauen auch die Sinnesorgane der Tiere mit zunehmendem Alter ab. Die Augen und das Gehör werden schlechter, und es ist nicht ungewöhnlich, dass manche Haustiere vollständig erblinden oder taub werden.

Ein weiteres alarmierendes Anzeichen ist der Verlust des Appetits und der Bewegungsfreude. Wenn ein Haustier weniger frisst und sich immer weniger bewegen möchte, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass es sich seinem Lebensende nähert.

In dieser Zeit ist es von entscheidender Bedeutung, dem Tier Ruhe und Geborgenheit zu schenken und es behutsam zu unterstützen. Jedoch muss betont werden, dass nicht jedes dieser Anzeichen zwangsläufig auf den bevorstehenden Tod hinweisen muss. Es könnte auch auf eine behandelbare Erkrankung oder vorübergehende Probleme hindeuten.

Der Termin zur Euthanasie

Das Altern gehört zum natürlichen Lebenszyklus, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren. Ein alter, lahmer Hund kann trotz seines Alters noch eine gute Lebensqualität genießen. Doch es gibt Situationen, in denen unser geliebtes Haustier unheilbar krank ist oder unter starken Schmerzen durch Krankheiten wie Krebs leidet. Dies kann sich in aggressivem Verhalten oder qualvollen Lauten äußern.

Wenn ein Tier nicht mehr frisst und trinkt, seinen normalen Alltag nicht mehr bewältigen kann und jegliche Lebensfreude verloren hat, stehen Tierhalter vor einer schwierigen Entscheidung.

Den geliebten Gefährten einzuschläfern, fällt niemandem leicht. Es ist völlig normal, sich in dieser emotionalen Situation unsicher zu fühlen und Rat zu suchen.

Der Tierarzt Ihres Vertrauens steht Ihnen dabei zur Seite. Er oder sie kann Ihnen eine ehrliche Empfehlung aussprechen und die Gründe für eine mögliche Euthanasie verständlich erläutern.

Was passiert mit dem Körper des Tieres nach seinem Tod?

Ist der Hund, die Katze oder das geliebte Kleintier gestorben, setzt ein natürlicher Prozess ein, der auch bei uns Menschen nach dem Tod eintritt. Der Körper durchläuft verschiedene Stadien, während er sich langsam auflöst und zurück in den Kreislauf der Natur übergeht.

Mit dem Tod kommen sämtliche Stoffwechselfunktionen im Körper zum Stillstand, und die Leichenstarre tritt ein. Diese erstreckt sich üblicherweise über einen Zeitraum von etwa 24 bis 48 Stunden, bevor sie sich wieder löst. Anschließend beginnt der Körper zu verwesen.

Da sämtliche Körperfunktionen eingestellt werden, trocknet der Körper zunächst Stück für Stück aus.

Sobald die Zellen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, beginnen die Autolyse und die Fäulnis, bei denen sich die Zellen selbst abbauen und ihre Strukturen zersetzen. Diese Prozesse sind im Allgemeinen nach einigen Tagen abgeschlossen.

Gleichzeitig beginnt auch an der Oberfläche des Körpers die Verwesung. Ähnlich wie bei der Fäulnis werden hier die Zellen Schicht für Schicht zersetzt. Wenn Sauerstoff in das Innere des Körpers gelangt, geht die Fäulnis ebenfalls in Verwesung über.

Die Geschwindigkeit dieser Prozesse wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Wenn der Körper reichlich Sauerstoff und Wärme ausgesetzt ist, schreitet die Verwesung am schnellsten voran. Bei kälteren Temperaturen verlangsamt sich der Prozess hingegen. Liegt der Leichnam im Wasser, erfolgt die Verwesung nur halb so schnell, und wenn er in einem Erdgrab ruht, dauert es etwa achtmal länger als an der Luft.

Wohin mit dem Körper des verstorbenen Tieres?

Der Verlust eines geliebten Haustieres wirft oft die Frage auf, wie wir mit seinem Körper nach dem Tod umgehen sollen? In solchen Momenten ist es wichtig zu wissen, dass Tierkörper immer auf legale Weise entsorgt werden müssen. Kleintiere wie Hamster oder Vögel können sogar im Restmüll entsorgt werden.

Viele Tierhalter entscheiden sich dafür, ihre verstorbenen Hunde oder Katzen im eigenen Garten zur Ruhe zu betten. Doch oft sind die Vorgaben und Richtlinien den Tierhaltern unbekannt. Das Grab muss sich auf dem eigenen Privatgrundstück befinden, mindestens 2 Meter von Wegen und Straßen entfernt sein und zum Schutz vor Aasfressern eine Tiefe von 50 cm haben. Darüber hinaus gelten weitere Richtlinien für die Bestattung von Tieren, die abhängig vom Land oder der Gemeinde sind.

Alternativ dazu gibt es Tierfriedhöfe, auf denen unsere treuen Begleiter ähnlich wie Menschen bestattet werden können. Die Tiere werden meist in einem Tuch aus Naturfaser eingewickelt begraben, aber auch die Verwendung eines Sarges ist möglich, solange die vorgeschriebenen Maße eingehalten werden. Bei einer Bestattung auf einem solchen Friedhof entstehen natürlich Kosten für den Grabaushub, die Beisetzung und die Grabmiete.

Eine weitere häufig gewählte Art der Tierbestattung ist die Feuerbestattung in einem Kleintier- oder auch Pferdekrematorium. Viele Tierhalter entscheiden sich für diese Option, da sie ihren verstorbenen Gefährten auch nach dem Tod bei sich zu Hause behalten möchten und nicht an eine feste Grabstätte gebunden sein wollen. Die Asche des Tieres kann in einer Urne aufbewahrt oder auf besondere Weise verstreut werden.

Da grundsätzlich die Beseitigungspflicht für verstorbene Tiere herrscht und falls keine der genannten Bestattungsformen gewählt wird, wird das Tier fachgerecht in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt verwertet. Hier werden beispielsweise Tierische Abfälle mit samt Nutztieren, Zootieren und mitunter Haustieren entsorgt bzw. verwertet.

In solch emotionalen Momenten ist es wichtig, sich Zeit für die Entscheidung zu nehmen und die Option zu wählen, die am besten zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt.

Über Julia Münnich

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