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Die häufigsten Alterskrankheiten bei Hunden

Nicht nur wir altern – auch an unseren lieben Vierbeiner geht die Zeit nicht einfach spurlos vorbei. Aber mit welchen Problemen haben sie später zu kämpfen? Wir haben die häufigsten Krankheiten aufgelistet, mit denen Hunde im Alter konfrontiert werden. Außerdem nennen wir Vorsorgemöglichkeiten, um Krankheiten vorzubeugen oder entsprechende Präventivmaßnahmen einzuleiten.

Demenz

Ähnlich wie beim Menschen, verläuft die degenerative Erkrankung des Gehirns altersabhängig. Das langsame Absterben von Nervenzellen wird auch als CDS (cognitive dysfunctional syndrom) -Kognitive Dysfunktionssyndrom- bezeichnet.

Bei größeren Hunde kann diese Form von Erkrankung bereits recht früh eintreten, etwa ab edem 5. Lebensjahr. Während kleinere Hunderassen meist erst ab dem 10. Lebensjahr empfänglich für diese Krankheit sind.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass bestimmte Hunderassen eher an Demenz erkranken als andere. Jedoch haben verschiedene Stuiden belegt, dass etwa 30 bis 60 % der Hunde im Alter an Demenz erkranken.

Einige Anzeichen sowie der Verlauf von Demenz sind der Erkrankung des Menschen ähnlich. Erste Symptome können bspw. Nachtwandeln, Vergesslichkeit, Verlust der Sutbenreinheit, eine erhöhte Reizbarkeit oder auch neu auftretende Ängste sein. Diese verschlimmern sich mit fortschreitender Erkrankung.

Sollten mehrere Anzeichen für die Demenz bei einem Vierbeiner sprechen, sollte der Tierarzt unverzüglich aufgesucht werden. Je früher mit einer entsprechenden Therapie begonnen wird, desto langsamer schreitet die Demenz fort.

Nun können Hunde leider keine Kreuzworträtsel lösen. Allerdings können sie anderweitig ihr „Gehirnjogging“ trainieren. Und da spielt der Halter eine große Rolle. Denn das Herrchen und/oder Frauchen kann für eine ausreichende mentale Auslastung ihres Vierbeiners sorgen. Dabei ist es im Sinen des Hundes es so vielfältig wie möglich zu gestalten. Hierbei können wechselnde Herausforderungen wie u.a. Denk- und Suchspiele oder das Einüben neuer Kommandos die kognitiven Fähigkeiten fördern und steigern.

Eine weitere Maßnahme, um präventiv gegen Demenz vorzugehen, ist die Wahl des richtigen Futters. Denn Hundefutter, das reich an Antioxidantien und mitochondrialen Cofaktoren ist, hat sich als unterstützend für die Hirnfunktion erwiesen.

Vermindertes Sehvermögen

Auch Hund verlieren mit der Zeit ihr Sehvermögen – beim einen mehr, beim anderen weniger. Besonders das Sehen im Dunkeln ist meist zuallererst beeinträchtigt. Tiere wissen nur schwer mit dem abnehmbaren Sehvermögen umzugehen, denn der damit verbundene Orientierungsverlust verunsichert den Vierbeiner je nach Ausprägung mehr oder weniger stark und löst beim Hund Stress aus.

Biete deinem Hund Zuhause genügend Rückzugsmöglichkeiten an. Aufgrund seiner fehlenden Sehkraft kann der Hund gewisse Situationen nicht richtig einschätzen und so können auch Missverständnisse zwischen dir und deinem Vierbeiner entstehen, die er als Bedrohung empfinden kann. Auch sollten mögliche Gefahrenstellen und Treppen abgesichert sein.

Beim Gassi gehen sollte der Hund stets an der Leine geführt werden. Durch seine fehlende Sinnesleistung kann er schneller in Panik geraten und die Leine gibt ihm dabei die benötigte Sicherheit.

Vermindertes Hörvermögen/Schwerhörigkeit

Neben einer verminderten Sehkraft kann auch das Hören im Laufe des Alters abnehmen. In vielen Fällen geben wir der Sturheit unseres Vierbeiners die Schuld, wenn er einmal nicht hören möchte. Doch tritt dies zunehmend im Alter auf, kann schlichtweg der Verlust des Hörvermögens hinter der fehlenden Reaktion stecken. Die Alters-Schwerhörigkeit kann sich bis zu Taubheit steigern.Der Cavalier King Charles Spaniel ist dabei am häufihsten vom degenrativen Hörverlust betroffen.

Insbesondere hohe Töne, zum Beispiel das Hundepfeifen, werden von alten Hunden nicht mehr gut gehört, da diese Töne im Laufe des Lebens am meisten beansprucht werden. Hat man die Vermutung einer Schwerhörigkeitet oder gar Taubheit seines Tieres, sollte ein Hörtest in einer Tierklinik durchgeführt werden.

Bei Schwerhörigkeit sollte der Hund ebenfalls an der Leine zu führen sein, um unter Umständen ihn sicherheitshalber immer bei sich halten zu können. Hunde mit einem verminderten Hörvermögen erschrecken leichter, da sie nahende Artgenossen oder auch andere Reize erst spät bemerken.

Harninkontinenz

Insbesondere kastrierte Hündinnen leiden im Alter an der Harninkontinenz. Beinahe 1/3 sind von diesem Problem betroffen. Die primären Gründe hierfür können eine hormonelle Veränderung sein, aber auch eine altersbedingte Schwäche des Blasenschließmuskels oder eine Blasenentszündung. Auch Rüden können an diesen Beschwerden leiden.

Auch wenn das Tröpfeln von Urin sowohl für Hund als auch Halter oftmals zu einem großen Problem wird, kann man in den meisten Fällen die Harninkontenz beim Hund medikamentös, je nach tierfer liegender Ursache, gut behandeln.

Wenn der Hund vermehrt Urin verliert, sollten man ihm den Tierarzt vorstellen. Zudem können folgende Maßnahmen das Zusammenleben mit einem inkontinenten Hund erleichtern:

– Auf Teppiche sollte man verzichten und dafür sorgen, dass sich der Hund vor allem in Räumen mit wischbarem Bodenbelägen aufhält.

– So oft wie möglich mit dem Hund rausgehen, damit er sich erleichtern kann – auch nachts.

– Wir empfehlen eine wasserdichte Unterlage oder auch Hundewindeln zu besorgen, damit nachts im Schlaf kein Ungeschick geschieht.

– Bitte niemals die Wassermenge einschränken, die dem Hund zum Trinken angeboten wird. Besonders alte Hunde benötigen viel Flüssigkeit!

Arthrose

Dieses Krankheitsbild ist bei Hunden tatsächlich die wohl häufigste Alterserscheinung. Jeder 5. Erwachsene Hund ist vom Gelenkverschleiß betroffen. Dabei sind manche Hunderassen anfälliger als andere, so zum Beispiel der Deutsche Schäferhund, Retriever und Berner Sennenhund.

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Arthroserisiko, da der Gelenkknorpel von älteren Hunden weniger elastisch ist und damit auch weniger belastbar. Denn Arthrose entsteht in der Regel durch eine übermäßige Belastung der Gelenke, die im Laufe der Zeit durch übermäßigem Sport aber auch insebsondere Übergewicht verursacht werden kann. Ebenso kann eine Verletzung des Gelenks bspw. in Folge eines Unfalls Arthrose begünstigen.

Arthrose ist eine nicht heilbare Erkrankung, die schubweise verläuft. Betroffene Gelenke werden mit der Zeit immer unbeweglicher und der Gang dadurch steifer.

Es gibt einige Vorsorgemöglichkeiten, um präventiv gegen Arthrose einzugreifen:

– Direkt bei Welpen (insbesondere großer Hunderassen) sollten gelenkbelastende Bewegungen, wie zum Beispiel Treppensteigen, während der Wachstumsphase vermieden werden.

– Übergewicht beim Hund vermeiden. Jedes Kilogramm zu viel belastet die Gelenke bei der Bewegung.

– Verzicht auf wildes Herumspringen. Ruhige und gleichmäßige Bewegungen, zum Beispiel schwimmen oder traben, sind besser für die Gelenke geeignet.

– Die Menge und Zusammensetzung des Futters sollte stets an das Alter und die Lebensumstände des Hundes angepasst sein.

– Hunderassen, die bekanntermaßen anfälliger für Arthrose sind, sollten eine gelenkunterstützende Nahrungsergänzung bekommen.

– Auch der alljährliche Gesundheits-Check des Hundes beim Tierarzt hilft, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

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